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15.05.04 - AmigaOS4 Event – Essen / Kurzbericht

Heute war es endlich soweit. Ein AmigaOS4 Event im Ruhrgebiet. Präsentiert wurde hauptsächlich das AmigaOS4.0 auf den AmigaOne Rechnern, die von der Firma Vesalia zur Verfügung gestellt wurden. Diese hat auch eine Auswahl an Werbeartikel unters Volk gebracht. Zu der Veranstaltung kamen wie schon teilweise erwartet wurde recht viele Besucher. Der Veranstalter Andreas Weyrauch hat es geschafft die wichtigsten Leute um sich zu versammeln. So waren neben Allan Redhouse, die Frieden Brüder und Steffen Häuser von Hyperion Entertainment, Stefen Robl mit der Vorführung von ArtEffect, Dave Wentzler mit AudioEvolution wie auch Jürgen Haage und Petro Tyschtschenko dabei. Der eine oder andere bemerkte auch Jens Schönfeld (Indivdual) und Martin Wolf (Eternity). Die großen Neuigkeiten blieben leider aus. Zwar wurde viel hier und da erzählt, doch was letztendlich wahr ist lässt sich nur schwer sagen.

ArtEffect befindet sich noch in einer sehr frühen Alpha-Phase, um zu verdeutlichen wie Fehlerhaft die Software noch ist, hat Stefan Robl die Fehlerausgabe auf seinem Apple-Laptop präsentieren. Die Geschwindigkeit der Software war trotz dessen sehr erfreulich. Leider ist noch nicht bekannt wie weit es mit der Entwicklung gehen wird und ob eine Version zum Verkauf je angeboten wird. Die Portierung hat Stefan Robl auf eigene Initiative durchgeführt. Jürgen Haage konnte noch nichts im Moment zu der Zukunft der Software sagen. Zwar könne er nichts ausschließen, aber generell ist alles von der Nachfrage abhängig. An manchen Stellen hörte man allerdings auch etwas von StormC für AmigaOS. Die nächsten Monate werden es wohl zeigen.

Das AmigaOS läuft auf dem AmigaOne in einer durchaus angenehmen Geschwindigkeit. Allerdings bemerkt man an einigen Stellen noch kleine Schwächen. Im Moment fühlt es sich nicht anders an als OS3.9 auf einem 040er Rechner. Da auf den AmigaOne Rechnern kaum interessante Applikationen installiert waren, konnten die meisten Anwender nur das nackte OS4.0 bewundern. Die neue Version von AmiPDF war zwar auf dem AmigaOne Rechner sehr langsam, aber die AmigaInsider PDF-Datei sah dagegen deutlich besser aus wie unter OS3.9 mit der älteren Version von AmiPDF. Was nicht zuletzt an der Kantenglättung bei den Schriften lag. Auf allen Rechnern war auch eine sehr frühe Version von PapyrusOffice installiert. Recht begeistern konnte die Software aber niemanden. Mag sein das es noch an der frühen Beta-Version lag, aber optisch war die Software wirklich nicht der hingucker.

Neue Software wurde für AmigaOne dort kaum angekündigt. Zwar befinden sich einige Anwendungen wohl in Entwicklung, aber Einzelheiten hierzu wurden nicht genannt. Auch KMOS war kaum im Gespräch.

Die Stimmung war durchaus sehr positiv und viele sehnen sich nach dem AmigaOne. Was natürlich bei der Sehnsucht stört ist der recht hohe Preis. Um die 800,- € kostet alleine das Board und das schreckt dann doch viele ab. Bleibt zu hoffen das sich hier noch etwas ändert.
Allan Redhouse hat zwar eine Rede gehalten, aber viel neues gab es nicht zu hören. Moment scheint man sich sehr mit dem Micro Board zu beschäftigen, gerade für die Industrie scheint das Board wie geschaffen sein. Die nachfolgenden Fragen waren nicht besonders interessant und haben auch entsprechend nicht viel zu Tage gebracht.

Insgesamt gesehen war es mal wieder interessant zu sehen das doch noch ein Kreis von Anwendern existiert die an einem neuen System interessiert sind. Das Event wurde sehr gut organisiert, so das sich kaum jemand beschweren kann.

Ein ausführlicher Bericht wird in der nächsten Ausgabe des AmigaInsider erscheinen.

AmigaOne im Acrylglas Tower

Besucheransturm

Alan Redhouse (Eyetech)

ArtEffect Native unter OS4.0